08 titelblatt (large)

Wie finde ich die richtigen Sorten für mich?

Das alte Katalog-Sortiment hat sich nur geringfügig geändert.
(z.Zt. kein neuer Druck)
 
hier als PDF-Datei:
 
Obstbaumkauf ist Vertrauenssache!
  • letzte Bestands-Aktualisierung im Shop: 12. Nov. 2011
  • Versand der Pflanzen: von September bis April
  • nicht mehr verfügbare Artikel können Sie vormerken lassen für kommenden Herbst
1. Verwendung:
- Tafelobst zum Frischverzehr? Backen, Dörren, Saft o.a.?
- Obst zum Lagern oder zum Konservieren?
- Süß, säuerlich, aromatisch? Wie ist Ihr Geschmack?
- Etwas Nostalgie? Ausgefallene, originelle Sorten von früher?
- Oder legen Sie mehr Wert auf höhere, regelmäßige Ernten?
2. Anbauform und Standort:
- Soll von Hand gepflückt werden oder wird die Ernte fallen gelassen und aufgesammelt?
- Welche Vor- und Nachteile hat Ihr Standort: Feuchtigkeit, Sonne, Spätfröste, Luftfeuchte?
- Baumform und Schnittmethode wirken sich nachhaltig aus auf: Fruchtqualität, Zeitaufwand und Gesundheit der Bäume
3. In welchem Großklima liegt Ihr Standort?
- allgemeine Obstlagen:
In Süddeutschland gedeiht Obst bei Höhenlagen zwischen 100 und 400 m ü.NN fast überall. Wir empfehlen hier bewährte, an die Verhältnisse
angepaßte Sorten: diese finden Sie in unserem Katalog ohne besonderen Hinweis aufs Klima.
- Höhenlagen:
Auch für ungünstigere und höhere Lagen bis 600 m ü.NN gibt es geeignetes Obst. Neuere Sorten müssen hier erst erprobt werden. Entscheidend
sind die Widerstandsfähigkeit der Blüte, eine ausreichende Reifezeit und die Winterhärte des Holzes.
- Weinbauklima:
Manche Obstsorten benötigen zum Ausreifen mehr Wärme. Auch Sorten mit geringerer Winterhärte können hier angebaut werden. Weniger
Spätfröste erhöhen die Ertragssicherheit. In mittleren Höhenlagen können solche Sorten gedeihen, auch wenn sie einen besonders
guten, geschützten Platz geboten bekommen.
 

Kann eine nicht sehr große Baumschule Hunderte von Artikeln konstant vorrätig halten?

obsteinschlag_ho i

Eigentlich nicht - aber wir tun was wir können !!!

 

Nachfrage schwankt dauernd, Pflanzen benötigen Zeit zum Nachwachsen und sie wachsen auch nicht immer wie sie sollen.
Die beste Auswahl haben Sie im Herbst - einzelne knappe Artikel gehen im Frühjahr erfahrungsgemäß mal aus. Schreiben Sie uns Ihre Wünsche - wir teilen Ihnen umgehend mit, ob alles machbar ist.
 
 
prozente (large)
  • Regelmäßig beziehen wir Obstgehölze von z.Zt. 18 zuverlässigen Kollegen im In- u. Ausland
  • Artikel, welche ausverkauft sind merken wir für sie vor für den kommenden Herbst oder schlagen Ihnen verfügbare Alternativ-Qualitäten vor.
  • Bis Ende Februar können wir Wünsche für Sonderanfertigungen annehmen – Aufpreis 12,- €.
  • Als Edelreis sind im Winter fast alle bekannten Sorten verfügbar (offizielle deutsche Reisergärten, eigener Muttergarten, verschiedene private und öffentliche Obstsorten-Sammlungen).

Alte oder neue Sorten ??
Ein paar Einblicke in die Entstehung und die Eigenschaften des heutigen Obstsortimentes :

„Alte Sorten”: z.B. Äpfel Geheimrat Oldenburg (1897), Ananasrenette (1820), Goldparmäne (vor 1700), Roter Eiserapfel (16.Jhd.), Birne Clapps Liebling (1860), Große Grüne Reneklode (vor 1460)
• Die sogenannten alten Sorten stammen aus der Zeit vor 1950 als Obst überwiegend im Nebenerwerb und zur Selbstversorgung angebaut wurde. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts war weltweit die große Vielfalt im Sortiment entstanden. Einige Dutzend noch aktuelle Obst-Sorten sind wesentlich älter.
• Viele Sorten von damals sind über Jahrzehnte oder Jahrhunderte erprobt und bewährt, aber immer noch interessant. Andere dagegen haben keine Bedeutung mehr, weil bessere gefunden wurden - sollten als Kulturerbe aber erhalten werden.
• Es gibt gute, alte Tafelsorten. Andere, alte Sorten sind mehr oder nur zur Verwertung geeignet. Manche besitzen besondere Geschmackseigenschaften, andere sind mehr säuerlich oder fade. Weitere sehr unterschiedlich ausgeprägte Eigenschaften sind z.B. die Ertragsstabilität und -menge, Druckempfindlichkeit und Lagerfähigkeit.
• Auch die Baum-Eigenschaften im alten Obstsortiment sind sehr breit gestreut: es gibt besonders robuste und gesunde Sorten ebenso wie anfällige und empfindliche.
„Neuere Sorten”: z.B. Süßkirsche Van (1944), Äpfel Rubinette (1966), Topaz (1984), Pflaume Jojo (1999)
• Nach 1950 orientierte sich die Obstzüchtung verstärkt an den Bedürfnissen des Erwerbsanbaues. Besonderer Wert wurde gelegt auf Ertragsmenge und -stabilität, Transportfähigkeit und Haltbarkeit. In den 1980er Jahren wurden Geschmack und Sorten-Gesundheit wieder stärker berücksichtigt.
• Die neueren Sorten sind überwiegend Tafelsorten, gezüchtet für gute Obstbau-Lagen. Manche tragen auch auf ungünstigeren Standorten und mit extensiver Pflege gut, andere dagegen unbefriedigend.
• Die Entwicklung geht weiter mit immer neuen Versuchen möglichst viele gute Eigenschaften in einer Sorte zu kombinieren. Ständig kommen neue Sorten heraus, einige wenige davon bleiben auf längere Zeit von Bedeutung.
Viele alte Sorten, die im Erwerbsanbau ausgemustert wurden, sind für den Freizeitgärtner auch heute empfehlenswert.
Vielfalt im Sortiment macht Sinn: für die Gesundheit der Bestände, für die Ertragsstabilität und für die Abwechslung auf dem Eßtisch!